Archiv für den Monat: August 2013

Kein leichtes Unterfangen – Die Wohnungs- und WG-Suche in Heidelberg

Heidelberg ist unter den beliebtesten Städten in Deutschland – nicht nur als Reiseziel, sondern auch was das Arbeiten, Studieren und Leben in der in der malerisch am Schloss gelegenen Großstadt (ca. 150.000 Einwohner) angeht. Dies spiegelt sich auch in den aufgerufenen Mieten und Kaufpreisen wider, die in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind. Trotz dem Großprojekt „Bahnstadt“ – ein neuer Stadtteil, in dem Wohnraum für etwa 5.000 Menschen entstehen soll – sind gerade für Studenten und Berufseinsteiger bezahlbare Unterkünfte knapp. Da kann ein durchschnittlich großes WG-Zimmer mit 18 Quadratmetern schnell einmal deutlich über 400 Euro kosten, was für viele Betroffene nicht so einfach zu bezahlen ist. Gerade in zentraler Lage in den Stadtteilen Altstadt, Bergheim, West- oder Südstadt wird es auch für Paare und Familien immer schwerer, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Studie: Heidelberg bei Mietpreisen unter den zehn teuersten Städten Deutschlands

Einer Studie von empirica zufolge, belegt Heidelberg bei den Neuvertragsmietpreisen für Wohnungen in Deutschland im 2. Quartal 2013 den neunten Rang. Der Quadratmeterpreis liegt mit 9,93 € nur knapp unter der 10 Euro-Grenze. Die Top drei bilden übrigens Wohnungen und WG-Zimmer in München, Frankfurt am Main und Stuttgart. Wie kann man also dem immer schlimmer werdenden Pr800px-Wohngemeinschaft_Berlin_2008ozedere bei der WG-Suche aus dem Weg gehen? Mittlerweile melden an einigermaßen anständigen Angeboten schon mal fünfzig oder mehr Interessenten ihren Ring in den Hut, was zur Folge hat, das regelrechte WG-Castings veranstaltet werden. Da müssen bewerben schon einmal ihre Kreativität, ihre Putzkünste oder ich Kochtalent unter beweis stellen. Kein Wunder, denn auch für die WG, die einen Mitbewohner sucht, ist die Auswahl bei der Anzahl der Kandidaten keine einfache Aufgabe.

Verschiedene Portale versprechen Hilfe bei der WG-Suche

Immerhin gibt es neben den Marktführern in Bereich der WG- und Mitbewohnervermittlungsportalen WG-gesucht und Studenten-WG nun auch einige Alternativen, die versprechen, die Mitbewohner- und WG-Suche zu erleichtern. Auch wenn die Auführungen variieren, sie alle eint: Man setzt auf Personalisierung. Beim Heidelberger Startup www.wg-cast.de erstellen sich die Interessenten für ein freies Zimmer zunächst ein Profil, ehe sie sich damit auf die WG-Angebote bewerben können. Darin werden unter anderem Angaben wie das Alter, der Studiengang/Beruf, die bisherige WG-Erfahrung und die persönlichen Interessen abgefragt. So können die WG-Bewohner, die nach einem Mitbewohner suchen, zunächst eine Vorauswahl anhand der Profile treffen, bevor man die interessantesten Bewerber zu sich in die Wohngemeinschaft einläd. Von vorne herein zum Scheitern verurteilte Besichtigungstermine aufgrund mangelnder Eignung und/oder Sympathie fallen somit also weg, was beiden Seiten bei der WG-Suche viel Zeit und Nerven ersparen kann. Eine schöne Idee, um trotz riesigem Ansturm den passenden Mitbewohner für die eigenen vier Wände zu finden.